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Die Stickung ist neben den verschiedenen Druckverfahren eine sehr edle Form der Veredelung von Textilien und Werbeartikel.
Wenn es um das Sticken geht, denken viele als erstes an die Großmutter die in ihrem Kämmerlein in aller Ruhe ein Landschafts- oder Tiermotiv stickt.
Allerdings könnte die Oma mit der heutigen modernen Technik nicht mehr ganz mithalten, wenn es um Schnelligkeit und ausgefallene Motive geht. Logos, Schriften und Grafiken lassen sich einfach kombinieren und verschiedenste Farben und Formen sind möglich.
Für jede Stickung muss die Vorlage digitalisiert und in eine spezielle Punch-Software umgewandelt werden.

Stickmaschine

Dieses Punch-Programm steuert die Maschine, die die Designvorlage per Nadel und Faden auf einen Untergrund überträgt.
Das zu bestickende Teil wird in einen Rahmen gespannt und wie bei normalen Nähmaschinen entsteht die Stickerei mittels Ober- und Unterfadensystem.
Die Stickerei-Figuren entstehen hierbei, indem die Fäden an den Figurenrändern mittels Nadeln so durch das Gewebe gesteckt und durchgezogen werden, daß sie nach und nach auf der Fläche das Muster in erhabener Form bilden. Der Stickrahmen ist aber nicht horizontal und feststehend, sondern vertikal und beweglich, während der Apparat, der die Nadel ergreift und mit dem Faden durchzieht, nur eine horizontale Bewegung macht.

Lockstitch

Es gibt zwei Arten der Stickung:

Entweder wird das Textil direkt bestickt oder es werden Stickungen auf einen Trägerstoff
(Embleme, Abzeichen) erstellt und dann auf das Objekt aufgenäht oder geklebt. Der Preis ist von der Motivgröße (Anzahl der Stiche je Motiv) abhängig. Auch die optische und physische Qualität der Stickerei hängt unmittelbar von der Stichzahl pro cm ab. Textilstickereien werden oftmals auch mit einem Vlies unterlegt. Das erhöht die Steifheit der Stickerei und verhindert ein Verzerren des Sticklogos. Eine Stickerei ist hundertprozentig waschbeständig.

Der erste funktionierende Mechanismus einer Stickmaschine wurde 1829 vom Elsässer Josua Heilmann entwickelt und ahmt die Handarbeit nach.
Fortgeschrittenere Arten der Stickmaschinen wurden in den 1850er-Jahren realisiert, schon bald nach der Gründung spezieller Manufakturen, die das Sticken etwa in Sachsen für einen größeren Markt betrieben. In Eibenstock (sächs.Erzgebirge), wo es 1850 bereits 6 größere Stickereibetriebe gab, ging die erste Stickmaschine 1858 in Betrieb.